Der Kreis
Voi arg is' er, der Kreis . . . (nicht mit 'G'). Der Mensch wird, genau betrachtet ab Zeugung völlig ungefragt ins Rennen des Lebens geschickt.
Auf einer anfangs fast ewig langen Geraden geht es aprubt etwas kurviger, steiler, unübersichtlicher weiter. Irgendwann später biegt er falsch ab und hechelt auf einen Rundkurs seinem Leben hinterher.
Rennt er dort anfangs noch in leicht überhöhtem, aber stets steigendem Tempo dahin, so gehts immer öfter im Zick-Zack aber doch, unbeirrbar weiter im Kreis herum. Er holt sich sogar ein, so manch Achtsamer kann sich beim Lauf seines Lebens von hinten, sozsagen "rückblickend vorwärtsschauend", betrachten.
- Langsam dämmern Fragen am Horizont welche lauten: einfach ausweichen, mit der Eigendynamik in einem Schwung überholen, Tempo rausnehmen, oder gar ein Stop an einer Labestation?
Die Entscheidung dauert letztlich lange, zu lange, und fällt ials letzter Ausweg auf eine radikale 180° Kehrtwendung.
- Langsam, wie aus dem Nebel kommend, taucht ein anfangs verschwommener Schatten auf - das zuvor Eingeholte kommt ihm diesmal frontal auf Kollisionskurs entgegen.
Wie sich auftürmende Kumuluswolken welche immer öfter in unberechenbare Gewitter übergehen, so offenbaren sich die menschengemachten Schäden an seiner Lebensgrundlage. An seinem Planeten. Gnadenlos. An ihn selber.
