Das Boot ist voll

Sogar übervoll. Und ähnlich einer Galeere - manchmal rudern, meistens dümpeln und dazwischen treiben wir alle so dahin, bis ans Ende der . . . "?"
Es versuchen Steuermänner, Lotsen, Kapitäne, beschäftigungslose Segeltuchflicker sowie einige viele, aber viel zu wenige der insgesamt rund 8 Milliarden Ruderer mit Hilfe etlicher Umweltschutzkompasse halbwegs die Richtung zu finden, sowie nach dem Motto "vorwärts Freunde, wir müssen zurück"  zumindest einmal das Rudern synchron zu schalten. Ist auch Zeit geworden, dem egozentrischen Treiben auf der Galeer¿d?e Einhalt zu gebieten. Ich stell mir gerade diesen Riesenhaufen an Ruderer genau so vor:

Nicht wenige und letztlich deren viel zu viele sind völlig taktlos. Nicht nur weil Kommandos zeitverzögert ankommen oder/und auch nicht verstanden werden - wollen, sondern bewusst, berechnend auf Kosten anderer. Sie werfen damit weitere, durchaus fleißige, Ruderer aus deren Takt. Dann gibt es noch Ruderer, die erst einmal streikend oder protestschmollend verweigern. Oder jene, etwas weiter hinten, welche die Existenz von Galeeren an sich verleugnen und die Physik des Ruderns und damit des Fortkommens ablehnen. Und zuletzt Ruderer, die vorweg schon zu müde oder gar zu überfordert sind, direkt neben jenen, die überzeugt sind, das Plansoll schön längst übererfüllt zu haben. 
Es treibt auch die stille Flaschenpost, von diversen Rudercommunities "influencierend" stetig befüllt, emsig weitergereicht in den Fluten umher. Unter Deck in der Gerüchtekombüse, dort brodeln Töpfe auf dem mit zerbrochenem Ruderholz befeuerten Herden, seltsamste Gärgasdüfte wabbern aus dem stetig wärmer werdenden Vorratslager. Über all dem schwebt die unerschütterliche Glaubenswolke an die Möglichkeit,  jedes Problemchen, jede Flaute trotz Gegenströmung igendwie lösen zu können.
Und so schaukeln und treiben wir halt einmal so irgendwie dahin, im Irgendwo in Richtung Nirgendwo. Hauptsache das eine oder andere Ruder plätschert ins Wasser. "Die Richtung stimmt . . ."  flüstern Stimmen einmal laut und einmal leise von überall her. Das Froschmanndl interpretiert seinen Unwetterbericht politisch korrekt und genderneutral und schließt mit den Worten: "jo mei, schau ma amoi". Fast trotzig feuern Lademeister mitsamt Personallogistiker ihre Wortsalven aus leeren aber dennoch lauwarmen Patronenhülsen ab: Weiter so, nur nicht aufhören. Und sollte überhaupt einmal so ein bösartiger Strudel, eine gefährlich politische Brandung mitsamt Untiefen, ein Hurrican oder gar ein alienbehafteter Asteroid unser Treiben verhindern wollen - wir reißen das Hauptsteuerruder, notfalls mitsamt der Galeere, schon noch rechtzeitig herum.
"Bleiben wir optimistisch" schwurbelt ein die Ratlosigkeit mühsamst kaschierender und soeben zum abteilungsleitenden Kajüten & Kojen Unter-Offizier beförderter planstellenblockierender Sesselfurzexperte. "Jawohl" meint inbrünstig und voller Zuversicht der teilzeitbeschäftigte Klimawandelanpassungsmanager. Nun, Optimismus ist die Abwesenheit von Realismus. Auch in der EU.

Musikrichtung & -stil
 Folk- & Country - und das dafür so typische Fingerpicking.

Gespielt wird mit Akustikgitarren (6 und 12 saitig). 
Mit dabei sind Bluesharps und eine Stompbox als Percussioninstrument. 

Wie kann weniger mehr sein?
EInfach etwas Platz lassen zwischen den Textzeilen, den Schallwellen und Gedanken.

~ keine Midifiles ~ Voicetuner ~ Drummachines ~ kreischende E Gitarre -
~ Verzicht auf Animationsgeplärre ~  Versprochen!

 Welche Songs ?
#1 Covers v. Austrolegenden - #2 Selberg'strickte - #3 Goldies 

Ehrliche, unaufdringlich-dezente Livemusik im Hintergrund. Genau so, dass jeder sein und des anderen Wort versteht. 
Ob in Hotellounges, Rooftop Lokalitäten, bei Gartenparties oder Firmen -, Geburtstagfeiern.
Ans Herz gewachsen sind mir allerdings Freiluftgigs auf sonnigen Terrassen.


. . . nur irgendwie voidaneben?

Aussicht 

Hektik, Straßenlärm und sonstige Schallemissionen. gepaart mit Produktplatzierungen in fremder wie eigener Sache.
Ungefragt Zwangsbeglückung. Dazu Konsumzwang, Kommerz. Schneller, weiter, höher und von all dem immer mehr und wenn möglich sofort.

Einsicht 

Stehenbleiben, Z'sammsitzen, wieder Zuhören und Reden lassen - bei angenehmer Hintergrundmuik. 
Lieder wecken Erinnerungen,. . . und lassen nebenbei Neue entstehen.

Im Vergleich zu all den "angesagten" Aussichten ergab sich fast automatisch die Einsicht, etwas daneben zu sein. 
Aber nicht nur irgendwie, sondern mttlerweile genau darum.

Playlist - Austro's & Selberg'strlckte & Covers.
Von Ambros Zac Brown Band.

Auf dem Weg dazwischen & nie vollständig:
 ↓   Playlist download  ↓

Stellt euch des so richtig vor:
anstatt den Wunsch auf "a guat's neich's Jahr"
fragt sich jeder einmal ehrlich 
wie guat denn so des "Alte" war?

Alles bestens, lustig, heiter?
Ellbog'n weit raus, mit Voigas weiter?
Hin, wo man noch nie war, 
dort, im letzten und im Jahr davor.

Die Gier a Luada, der Neid a' Hund.
Die Welt verdreckt und der Mensch bleibt gsund?           
Aber dann, nicht irgendwann, ist da Mensch als nächster dran.
Dann denk ma z'ruck, ans alte Jahr und wia nett das Leb'n mit Voigas war . . . 

 

 

-Tage
-Stunden
-Minuten
-Sekunden

"I bin a altmodischer Hund, die kleinsten Dinge können mich am meisten freu'n" STS 

  Herm'
"Lose your dreams and you will lose your mind"
aus "Ruby Tuesday" - Rolling Stones

Image