Gesundschrumpfung . . . durch Verzicht auf Nachkommenschaft.
Ein utopischer Wunschgedanke, ich weiß, aber er lässt mich nicht mehr los. Man stelle sich die Auswirkungen vor:
Anstatt aktuellen 8,5+ Milliarden Menschen wäre in wenigen Jahrzehnten nur mehr die Hälfte anwesend. Was wäre wenn?
Mit Sicherheit unvollständig einige Sichtweisen:
Positive Effekte:
- automatische Reduktion der Summe des menschlichen CO2 Fußabdrucks - dies sogar OHNE zusätzliche "umweltschützende" Maßnahmen. Wobei natürlich jede durchgeführte Maßnahme viele positive Effekte multikausal unterstützen und beschleunigen würden.
- Verzögerung des Erreichens bzw. des Überschreitens weiterer, nicht umkehrbarer Kipppunkte und Belastungsrenzen. Im Gegenzug:
Vermeidung von irreversiblen und daher potentiell gefährlichen, teilweise noch völlig unvorhersehbaren globalen Aus- und Folgewirkungen. - Reduktion der Gefahr globaler kriegerischer Konfrontationen durch den mit Sicherheit kommenden Ressourcenmangel an sauberen Wasser, an Grundnahrungsmittel, aber auch der Mangel an unbelastetem Lebensraum, der Zugang zu fruchtbaren Böden & Wälder, Baustoffe wie Sand - im Gegenzug:
weniger Klima -, Kriegsflüchtlinge und Arbeitsmigration, weniger Tragödien auf gefährlichen Fluchtrouten, etc.,... - Entschärfung der stetig anwachsenden Ernährungsproblematik - im Gegenzug:
weniger Hungertote, weniger Boden- Umweltbelastung durch Überdüngung bzw. Einsatz von Düngemitteln, Reduktion der Emissionen bei der (u.a. synthetischen) Düngemittelproduktion. Rückgang der Viehzucht einhergehend mit weiterer effektiver CO2 Reduktion, weniger Bodenverbauung, Bodenversiegelung, etc.,... - Emissionsreduzierung generell durch Rückgang der Produktion in Industrie, Landwirtschaft sowie im Transportwesen (Güterverkehr Boden- Luft- Wasser), weiters auch weniger Energiebedarf - weniger Neubau von Kohle-, Gas-, Atomkraftwerken bzw. deren Abschaltung, im Gegenzug:
effektiv reduzierter CO2 Ausstoß auf vielen Ebenen (wie Rückgang in der Verwendung fossiler Brenn- und Treibstoffe, Zementproduktion, etc.) - Erholung des Weltklimas (Lebensgrundlage!) durch sinkende, vom Menschen verursachte negative Auswirkungen - im Gegenzug:
Rückgang der Vermüllung der Gewässer durch Plastik-, Nanopartikel, mehr Wasserreinheit (Nahrungskreislauf: mit Plastikpartikel belasteter Fisch), weniger spezifische Krankheits- und Todesfälle durch Erholung der Luftqualität, Reduktion von Gesundheitskosten. Renaturierung und damit Ausbreitung von Flora, Fauna und damit Erweiterung des Kohlenstoffspeichers. Weniger Abholzung da weniger Verbrauch an Holz einhergehend mit weiterer Erhöhung des Kohlenstoffspeicherreservoirs - vielleicht gelingt auch die Wiederherstellung eines der wichtigsten Kohlenstoffspeicher weltweit - des Amazonasgebietes sowie weiterer ausgebeutete Gegenden. - Risiken und Auswirkungen des Temperaturanstieges werden minimiert - im Gegenzug:
Reduktion von Klimakatastrophen globalen Ausmaßes wie steigender Meeresspiegel, Dürreperioden (Trockenheit bedeutet weniger Stromerzeugung durch Wasserkraft), Unwetter und deren zerstörerische Folgen, zumindest eine Verzögerung des Auftauens des Permafrostboden und damit Reduktion von zusätzlichen Methangasemissionen. Rückgang der Ozonbelastung, Reduzierung von Bränden durch Austrocknung/Abholzung/Erosion, etc.,...
Negative Effekte - deren Lösung, um eine globale und effektivere Gesundschrumpfung einzuleiten, noch VIEL dringlicher ist:
- wie "lebt bzw. überlebt" die Bevölkerung in Ländern ohne "Pensions- bzw. Sozialsystem" mit reduzierter Nachkommenschaft? Zumal deren Kinder ihre einzige Altersvorsorge ist?
Hier sind definitiv ALLE wohlhabende Länder am Zug. - wie generationenübergreifende Finanzierungsmodelle (z.B.: das Pensionssystem) ersetzen?
Nahezu alle effektiven Klimaschutzmaßnahmen benötigen - nicht nur wegen der Trägheit, Zögerlichkeit und letztlich des Scheiterns der Politik sowie des Unvermögens der Menschheit schlechthin - zu viel Zeit zur Durchsetzung. Es vergeht zu viel Zeit zur Umsetzung bzw. Anwendung und erneut zu viel Zeit, bis Maßnahmen überhaupt zu wirken beginnen. Unbegrenztes Menschenmassenwachstum in einer mit endlichen, begrenzten und teilweise jetzt schon völlig ausgebeuteten Welt, dazu summieren sich laufend weitere teils irreparable Schäden am überlebensnotwendigen Erdenfundament - das kann sich letztlich nicht ausgehen.
Das Erreichen aber auch das Überschreiten von Kipppunkten wird durch fortschreitendes umweltschädigendes Verhalten zusätzlich noch beschleunigt.



